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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007030009 703000 -   € -   €
 
 
 

Rheinmetall fundamental günstige Bewertung, begrenztes Abwärtspotenzial


14.09.2011
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) nach wie vor mit "kaufen".

Die Aktie von Rheinmetall habe sich in den letzten Monaten deutlich schlechter entwickelt als der Markt, ein Grund mehr sich diesen soliden Wert noch mal genauer anzusehen. Von 2008 auf 2009 habe Rheinmetall im Automotive-Segment 533 Mio. EUR Umsatz eingebüßt (-26%), während sich das operative EBIT volumenbedingt (ohne Restrukturierungsaufwendungen und deren Erfolge) um 163 Mio. EUR verschlechtert habe. Dies entspreche einem Operating Leverage von rund 30% (so auch von 2007 auf 2008). Würden die Analysten mit diesem Hebel kalkulieren, ausgehend von ihren Erwartungen für 2011, so würde Rheinmetall in diesem Segment erst ab einem Umsatzrückgang von 500 Mio. EUR (-22%) ein negatives EBIT erzielen. Ob dann wieder hohe Restrukturierungsaufwendungen anfallen würden, sei unklar und liege im Ermessen des Managements und dessen Markteinschätzung.

Das Segment Defence sei von der letzten Wirtschaftskrise in keiner Weise negativ beeinflusst worden. Im Gegensatz zu heute seien aber vor drei Jahren zu hohe Staatsverschuldungen noch kein Thema gewesen. Diese würden heute auf den Rüstungsbudgets lasten. Dabei sei aber zu beachten, dass südeuropäische Länder, welche derzeit im Zentrum der Schuldenkrise stünden, nur eine untergeordnete Rolle für Rheinmetall spielen würden. Auch das Gewicht der USA und Großbritannien sei mit je deutlich unter 10% relativ gering. Die Budgetkürzungen des größten Kunden, nämlich der deutschen Regierung, seien relativ gering. Bei all diesen Sorgen würden Erfolgsmeldungen wie dem vor kurzem vermeldeten allerersten russischen Auftrag für Rheinmetall untergehen.


Das Joint Venture mit MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) werde in 2012 einen zusätzlichen Umsatzbeitrag von mindestens 500 Mio. EUR leisten. Ausgehend von einem Umsatz in 2011 von 2,2 Mrd. EUR würde dies zu einem Umsatz von mindestens 2,7 Mrd. EUR führen (Bankhaus Lampe-Erwartungen 2011: 2,96 Mrd. EUR). Bei einer unterstellten konservativen EBIT-Marge von 10% (seit 2008 habe diese stets über 10% gelegen) würde dies zu einem EBIT von 270 Mio. EUR führen. Selbst ohne Ergebnisbeitrag aus dem Automobilsegment, und unter vorsichtigen Annahmen für Defence, würde Rheinmetall noch ein EBIT von etwa 255 Mio. EUR erzielen (15 Mio. EUR Holdingkosten).

Unter dem Strich (44 Mio. EUR Finanzaufwand; 25,5% Steuerquote; 35 Mio. EUR Anteile Dritter) würde dies noch zu einem EPS von 3,20 EUR führen. Würden die Analysten dann ein faires KGV von nur 10x unterstellen, würde man zu einem Kurs von 32,00 EUR gelangen.

Die Analysten hätten ihre Schätzungen an die eingetrübten konjunkturellen Aussichten angepasst und würden nun im Segment Automotive für 2012 und 2013 mit einer Umsatzstagnation (vorher: +2,15% p.a.) und im Segment Defence mit einem Umsatzwachstum auf 3,4 Mrd. EUR in 2013 (vorher: 3,5 Mrd. EUR; Guidance: 3,5 Mrd. EUR) kalkulieren.

Die Rheinmetall-Aktie ist für die Analysten vom Bankhaus Lampe aber unverändert ein Kauf. Das Kursziel würden sie um rund 10% von 74 EUR auf 65 EUR reduzieren. (Analyse vom 14.09.2011) (14.09.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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